Er kann bleiben. 😉(81. – 93. Tag)

Tja, wer hĂ€tte das gedacht. Ich kann mich nur zu gut erinnern, wie Mo (notabene an ihrem Geburtstag) reagiert hat, als ich klein Harris nach Hause gebracht habe. Sie war „not amused“, um es gelinde auszudrĂŒcken. Zum GlĂŒck war ich vorbereitet und hatte einen Plan, wie ich das Ganze angehen wollte. Es ging, um ehrlich zu sein, schon einen Moment, bis ich feststellte, dass Mo dem Kleinen gegenĂŒber gelassener wurde. Ich war ultra vorsichtig, um keine negativen GefĂŒhle entstehen zu lassen und sicher auch keine negativen Begegnungen. Ich habe alle Hunde zusammen viele positive Erfahrungen machen lassen – gefĂŒttert, gespielt, suchen lassen und einfach alles, was das ZusammengehörigkeitsgefĂŒhl gesteigert hat. Mehr und mehr konnte ich Harris in die Gemeinschaft integrieren. Zuerst auf den SpaziergĂ€ngen, die immer entspannter abliefen, dann im Garten und zu guter Letzt im Haus. Ich bin total begeistert wie gut es seit zwei Tagen im Haus lĂ€uft. Sie kommen alle an einander vorbei, ohne stĂ€ndig Distanz einzufordern. Man bewegt sich einfach, ohne den andern gross zu beachten. Ganz entspannt!
Heute war Mo so nahe dran mit Harris drinnen zu spielen. Da MacAli dazwischen gefunkt hat, ist es nicht dazu gekommen, aber ich wusste immer, dass Harris sie ĂŒbers spielen knacken wird.
Draussen spielen die Beiden bereits mit Stecken, die sie selber suchen und dem andern offerieren, oder Zergel, die sie von mir erhalten. Beide wollen jeweils das von ihnen gewĂ€hlte Spieli und keiner will aufgeben. Was dann natĂŒrlich auch heisst, dass ich nach einer gewissen Zeit das gemeinsame Zergeln wieder abbreche und das Spielzeug in Gewahrsam nehme. Sie sollen ja auf dem Spaziergang auch noch schnĂŒffeln, sich mit mir beschĂ€ftigen und sich sonst bewegen.
ErziehungsmÀssig hat Harris auch einen gewaltigen Rutsch gemacht. Er spielt ultra gerne, sucht bereits seinen Kong, rennt einfach gerne herum, ob alleine oder mit der restlichen Bande.
Das Warten kommt auch immer besser, obwohl ich das GefĂŒhl habe, ich hĂ€tte das mit den andern Junghunden schneller erarbeitet. Aber so ist eben jeder verschieden.
Mantrailing findet er der Hammer und ich versuche bei allen Trainings, die ich gebe, mindestens einen Trail fĂŒr ihn laufen zu lassen.
Die ZÀhne sind zum grössten Teil gewechselt. Trotzdem will er immer noch kauen, was ich ihn auch lasse Er bekommt Kalbsknochen, Schlesinger, Ziegenohren, Olivenholz oder was immer sich im Vorratsschrank befindet, um seine Kaulust zu befriedigen.
Gestern musste er unseren Nachbarn anbellen, der auf einer Leiter seine BĂ€ume zurecht schnitt. NatĂŒrlich ist er gerade in dem Moment, als ich Harris zu pinkeln schickte, hinter dem Zaun auf die Leiter gestiegen. Harris ist fast aus dem Pelz gefallen, als er plötzlich einen Person frei schwebend und nur mit Oberkörper in der Höhe erblickte. Ich musste so lachen, dass er mich irritiert angeschaut hat. Hab dann „das Harris pinkeln lassen“ auf einen Moment spĂ€ter verschoben, da er sich fast nicht eingekriegte. Willkommen „Spooky phase“!

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